Thailand-Burma-Eisenbahn, Eisenbahnlinie des Zweiten Weltkriegs zwischen Ban Pong, Thailand und Thanbyuzayat, Myanmar.
Diese Eisenbahnstrecke verläuft über mehr als 400 Kilometer zwischen Thailand und Myanmar und durchquert dichten Dschungel, Bergtäler und Flusslandschaften. Die Trasse führt durch schwieriges Gelände, das steile Hänge, Schluchten und mehrere Holzbrücken über breite Wasserläufe umfasst.
Die Trasse entstand zwischen 1942 und 1943 als Militärprojekt unter japanischem Kommando, das Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene einsetzte. Nach Kriegsende wurde der Großteil aufgegeben, ein Teilstück blieb aber in Betrieb und wird heute für den zivilen Verkehr genutzt.
Der Name erinnert an das Land, aus dem die meisten Zwangsarbeiter stammten, deren Spuren in Friedhöfen und Gedenkstätten entlang der Strecke sichtbar bleiben. Besucher folgen oft den erhaltenen Abschnitten, um sich ein Bild von den extremen Bedingungen zu machen, unter denen Menschen arbeiten mussten.
Ein Abschnitt von rund 130 Kilometern ist weiterhin befahrbar und wird von regelmäßigen Zügen zwischen zwei Bahnhöfen in Thailand bedient. Reisende können diesen Teil ohne besondere Vorbereitung besuchen, sollten aber bedenken, dass die Fahrt mehrere Stunden dauert.
Der Bau fand in nur 16 Monaten statt, eine Geschwindigkeit, die nur durch extreme menschliche Opfer erreicht wurde. Heute zeigen noch mehrere Holzbrücken die ursprüngliche Bauweise, obwohl viele Teile nach dem Krieg durch moderne Materialien ersetzt wurden.
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