Fort Tigné, Polygonales Fort aus dem 18. Jahrhundert in Sliema, Malta
Fort Tigné ist eine diamantenförmige Festung an der Tigné-Spitze in Sliema und wurde speziell als Verteidigungsanlage gegen Anschiffe konzipiert. Das Bauwerk hat starke Mauern, tiefe Gräben und Wallscharten, die den Eingang zum Marsamxett Hafen überwachen.
Die Festung wurde zwischen 1793 und 1795 vom Orden des heiligen Johannes erbaut und war zur Zeit seiner Fertigstellung das modernste Fortifikationssystem in Europa. Sie erlebte ihre erste Bewährungsprobe, als französische Truppen 1798 die Insel angriffen, bevor Briten die Kontrolle übernahmen.
Die Struktur repräsentiert frühe polygonale Militärarchitektur und bezeugt Maltas Verteidigungserbe durch drei verschiedene Herrschaftsperioden.
Das Fort liegt an der Spitze einer schmalen Halbinsel und wird von Wasser auf zwei Seiten umgeben, was es leicht erkennbar macht. Der Zugang erfolgt durch organisierte Führungen mit lokalen Kulturgruppen oder bei besonderen öffentlichen Veranstaltungen.
Das Bauwerk nutzt das Lunette d'Arçon-System, ein französisches Innovationssystem, das Maltas Erbauer übernahmen und damit eines der frühesten polygonalen Fortifikationssysteme Europas schufen. Diese Mischung französischer Erkenntnisse mit johannitischer Tradition machte das Fort zum Labor für militärische Architekturneuerungen.
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