Köcherbaumwald, Naturdenkmal bei Keetmanshoop, Namibia
Der Quiver Tree Forest ist ein Naturmonument im Karas-Gebiet und beherbergt etwa 250 Exemplare der Aloe dichotoma mit Stämmen, die bis zu 9 Meter erreichen, sowie charakteristische gegabelte Äste. Die Landschaft wird durch schwarze Felsformationen geprägt, auf denen diese langsam wachsenden Sukkulenten über längere Zeit hinweg gedeihen.
Das Gebiet nordöstlich von Keetmanshoop erhielt 1955 den Status eines Nationaldenkmals und schützt damit diese Pflanzenformationen, die sich über 200 bis 300 Jahre hinweg entwickelt haben. Diese lange Wachstumsperiode zeigt, wie angepasst diese Sukkulenten an die extremen Bedingungen der Kalahari sind.
Die San-Völker nutzten traditionell die faserigen Äste dieser Pflanzen, um Köcher für ihre Jagdpfeile herzustellen – daher stammt der Name des Waldes. Besucher können heute noch die Spuren dieser Verbindung zur lokalen Geschichte erkennen, wenn sie durch das Gelände gehen.
Der Ort ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet und wird am besten in den trockeneren Monaten besucht, wenn die Wege zugänglicher sind. Ein schattiger Platz ist selten, daher ist Sonnenschutz und ausreichend Wasser für den Besuch wichtig.
Die schwarzen Felsformationen speichern Wärmestrahlung und schaffen ein Mikroklima, das den flachen Wurzeln hilft, Feuchtigkeit zu bewahren und den Pflanzen in der extremen Wüstenhitze zu helfen. Diese Symbiose zwischen Stein und Pflanze ist ein kraftvolles Beispiel für Überlebensfähigkeit in einer der trockensten Gegenden Afrikas.
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