Gadoufaoua, Kreidefossilienstätte in der Ténéré-Wüste, Niger
Gadoufaoua ist eine fossile Lagerstätte aus der Kreidezeit in der Tenere-Wüste Nigers, wo versteinte Baumstämme und Knochen prähistorischer Tiere aus dem Wüstenboden ragen. Das Gelände verteilt sich über eine große Fläche mit freiliegenden Überresten, die von Wind und Erosion teilweise bereits an die Oberfläche gebracht wurden.
Französische Geologen dokumentierten diese Stätte in den 1950er Jahren und erkannten, dass sie Teil einer Region mit den konzentriertesten Dinosauriervorkommen Afrikas ist. Die Lagerstätte entstand vor etwa 100 Millionen Jahren, als ein subtropisches Klima Flüsse und Seen in die heutige Wüstenregion brachte.
Der Name Gadoufaoua stammt von den Tuareg und bedeutet der Ort, an dem Kamele Angst haben, ein Hinweis auf die extreme Trockenheit und Einsamkeit dieser Region. Besucher können heute noch nachvollziehen, warum Nomaden diesen Ort mieden, wenn sie die karge Landschaft durchqueren.
Das Gelände ist remote und erfordert eine gut geplante Reise mit Vorräten und zuverlässigem Transport durch die Wüste. Die beste Besuchszeit liegt in den kühleren Monaten, da die extreme Hitze und Sandstürme zu anderen Jahreszeiten die Erkundung erheblich erschweren.
1997 wurde hier der massive Sarcosuchus imperator gefunden, ein prähistorisches Krokodil, das größer war als der bekannte T-Rex. Der Fund dieses Riesenkrokodils zeigte, dass das Ökosystem damals von Raubtieren dominiert wurde, die die Dinosaurier in Größe und Kraft übertrafen.
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