Kaduna, Verwaltungsbezirk im Norden Nigerias
Kaduna State ist eine Verwaltungseinheit im nördlichen Nigeria und erstreckt sich über Savannengebiete mit verstreuten Waldgebieten und landwirtschaftlichen Flächen. Der Kaduna-Fluss fließt zentral durch das Territorium und teilt es in nördliche und südliche Zonen mit unterschiedlicher Vegetation.
Das Gebiet entstand als eigenständige Einheit im Jahr 1976, als die britische Kolonialstruktur Nordnigerias neu gegliedert wurde. Zuvor gehörte es zur größeren Nordregion, die seit 1900 unter britischer Verwaltung stand.
In den nördlichen Gebieten hört man vor allem Hausa und Fulfulde, während im Süden die Gbagyi-Sprache verbreitet ist. Lokale Märkte zeigen die handwerklichen Traditionen der verschiedenen Gemeinschaften, von gewebten Stoffen bis zu Töpferarbeiten und Korbflechterei.
Die Hauptstadt im Zentrum dient als Verkehrsknotenpunkt mit internationalen Flugverbindungen und Zügen in Richtung Süden. Reisen zwischen den nördlichen und südlichen Teilen erfordern Planung wegen der weiten Entfernungen und teils unbefestigten Straßen.
Der Name stammt vom Hausa-Wort Kaddanni ab, das sich auf Krokodile bezieht. Diese Reptilien lebten früher im Fluss, sind aber heute nur noch selten in den entlegenen Abschnitten zu finden.
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