Archaeology of Igbo-Ukwu, Archäologischer Komplex im Bundesstaat Anambra, Nigeria
Die Ausgrabungsstätte liegt im Südosten Nigerias und umfasst drei verschiedene Fundorte, an denen Metallarbeiten und Keramikfragmente aus dem Mittelalter entdeckt wurden. Diese Orte tragen lokale Namen und dokumentieren durch ihre Funde eine fortgeschrittene handwerkliche Tradition in der Region vor mehreren Jahrhunderten.
Ausgrabungen in den frühen 1960er Jahren brachten Hunderte von Metallobjekten und Tausende von Perlen ans Licht, die Handelsverbindungen über weite Entfernungen belegen. Diese Entdeckungen veränderten das Verständnis über frühe Metallverarbeitung in Westafrika grundlegend.
Die Stätte zeigt fortgeschrittene Metallbearbeitungstechniken durch Bronze-Gefäße, Anhänger, Kronen und Zeremonialobjekte aus dem 9. Jahrhundert.
Der Zugang zur Stätte erfordert eine vorherige Genehmigung durch die zuständigen Behörden, da es sich um ein geschütztes archäologisches Gebiet handelt. Besucher sollten sich bewusst sein, dass die Fundorte in einem ländlichen Umfeld liegen und keine touristischen Einrichtungen vor Ort vorhanden sind.
Die Analyse der gefundenen Objekte zeigt, dass Handwerker lokale Kupferquellen nutzten und komplexe Gusstechniken beherrschten, die zu jener Zeit in Europa noch unbekannt waren. Die Detailgenauigkeit einiger Bronzearbeiten übertrifft die Fähigkeiten zeitgenössischer europäischer Werkstätten aus dem gleichen Jahrhundert.
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