Krammer, Stausee in den Niederlanden
Der Krammer ist ein großes Wassergebiet in der südwestlichen Niederlande zwischen Tholen und Schouwen-Duiveland, das sich über etwa 13 Kilometer erstreckt und bis zu 4 Kilometer breit ist. Das Wasser verbindet sich mit der Oosterschelde durch natürliche Kanäle und weist eine Mischung aus Salz- und Süßwasser auf, da es von den Gezeiten beeinflusst wird und teilweise mehr als 25 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.
Der Krammer wurde historisch als Schifffahrtsroute und Fischereigegend genutzt und prägte die Entwicklung der umliegenden Gemeinden über viele Jahrhunderte. Mit dem Bau des Philipsdamms im Jahr 1987 wurde das Gebiet durch eine große Infrastrukturmaßnahme verändert, die es von der Grevelingen trennte und die Wasserbewirtschaftung grundlegend umgestaltete.
Der Krammer hat seinen Namen von der breiten Wasserstraße, die seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil des lokalen Lebens ist. Die Menschen hier haben ihre Siedlungen und Tätigkeiten immer um dieses Gewässer herum organisiert, was bis heute in der Art sichtbar ist, wie Boote und Schiffe die Wasserwege nutzen.
Besucher können das Gebiet am besten mit dem Boot erkunden oder von den Ufern aus die Aussicht genießen, wobei Wind- und Gezeitenbedingungen zu beachten sind. Die Wasserstände und Betriebsinformationen zu Schleusen und Brücken sind online abrufbar und helfen bei der Planung von Aktivitäten wie Segeln, Bootfahren oder Vogelbeobachtung.
Das Gebiet ist Teil des Nationalen Parks Oosterschelde und bietet Lebensraum für Robben, Fische und viele Vogelarten, die regelmäßig beobachtet werden können. Der sich ändernde Salzgehalt des Wassers, das mit den Gezeiten schwankt, schafft ein besonderes Ökosystem, das sich deutlich von anderen niederländischen Gewässern unterscheidet.
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