De Wallen, Unterhaltungsviertel im Zentrum von Amsterdam, Niederlande
De Wallen ist ein Stadtviertel im Zentrum von Amsterdam zwischen Dam und Nieuwmarkt, durchzogen von schmalen Gassen und Grachten. Die alten Backsteinhäuser mit ihren steilen Giebeln und kleinen Brücken prägen das mittelalterliche Straßenbild entlang der Kanäle.
Das Gebiet entstand im 13. Jahrhundert als Fischersiedlung entlang des Amstel-Deiches, später entwickelte es sich zu einem Hafenviertel. Im 17. Jahrhundert ließen sich hier Seeleute und Handwerker nieder, während sich auch die Rotlichtaktivität ausbreitete.
Der traditionelle Name leitet sich von den alten Stadtmauern ab, die einst diese Gegend begrenzten und heute in der Straßenführung noch erkennbar sind. Besucher sehen Frauen, die hinter rot beleuchteten Fenstern arbeiten, eine seit Jahrhunderten geduldete Praxis, die Amsterdam von anderen europäischen Städten unterscheidet.
Das Fotografieren von Sexarbeiterinnen ist im gesamten Viertel verboten und wird mit hohen Bußgeldern geahndet. Die engen Gassen sind zu Fuß am besten zu erkunden, besonders am frühen Abend, wenn weniger Gedränge herrscht.
Die Oude Kerk aus dem Jahr 1213, die älteste Kirche Amsterdams, steht mitten im Rotlichtviertel umgeben von beleuchteten Schaufenstern. Der mittelalterliche Kirchturm ragt über die niedrigen Backsteinhäuser und bildet einen ungewöhnlichen Kontrast zur Umgebung.
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