Helperlinie, Militärische Befestigung in Groningen, Niederlande
Die Helperlinie ist eine militärische Befestigungsanlage südlich von Groningen mit Resten von Bastionen, Schanzen und Hornwerken. Sie wurde durch trockene und nasse Gräben geschützt, die heute noch teilweise sichtbar sind.
Der Festungsmeister Menno van Coehoorn entwarf die Anlage 1698 nach dem System der Neuen Niederländischen Befestigungskunst. Dieses Konzept war eine Reaktion auf die Entwicklung der modernen Artillerie.
Die Fortifikation zeigt, wie die Niederländer im 17. Jahrhundert ihre Verteidigungssysteme gestalteten und bauten. Die sichtbaren Wälle und Gräben erzählen von der Ingenieurskunst jener Zeit.
Teile der ursprünglichen Anlage westlich der Hereweg stehen unter Denkmalschutz als archäologisches Bodendenkmal. Am besten erkundet man die Überreste zu Fuß von den Wegen aus, die die alten Verteidigungslinien nachzeichnen.
Von 1843 bis 1852 diente der Festungsgraben als offizieller Badeplatz für Militärangehörige. Diese ungewöhnliche Nutzung zeigt, wie die Anlage auch im Frieden zu anderen Zwecken herangezogen wurde.
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