Hollandsche Schouwburg, Holocaust-Gedenkstätte im Plantage-Viertel, Niederlande.
Die Hollandsche Schouwburg ist ein neoklassizistisches Theatergebäude in Amsterdams Plantage-Viertel, das heute als Holocaust-Gedenkstätte dient. An einer Wand sind 6.700 Namen niederländischer jüdischer Opfer eingemeißelt, die während des Zweiten Weltkriegs ums Leben kamen.
Das Gebäude entstand 1892 als kommerzielles Theaterhaus und wurde während der Nazi-Besatzung 1942 zu einem Deportationszentrum umfunktioniert. Etwa 46.000 Juden wurden dort gefangen gehalten, bevor sie in Konzentrationslager transportiert wurden.
Das Denkmal liegt im jüdischen Viertel von Amsterdam und erinnert an die Deportationen, die von hier aus stattfanden. Der Ort ist heute ein Treffpunkt für Menschen, die sich mit dieser Zeit auseinandersetzen möchten.
Die Gedenkstätte befindet sich an der Plantage Middenlaan und ist täglich für Besucher geöffnet mit kostenlosem Eintritt. Das Gebäude ist mit Rampen und Aufzügen für Rollstuhlfahrer zugänglich, und es gibt genügend Zeit, um alle Ausstellungen ruhig zu besichtigen.
Teenager Lydia Riezouw fotografierte 1942 vom Fenster ihrer Wohnung aus das Gebäude und die dort gefangenen Juden. Diese seltenen Bilder zeigen den Alltag der Gefangenen und dokumentieren die Verhältnisse von innen heraus.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.