Erasmushuis, Bürogebäude am Coolsingel, Rotterdam, Niederlande
Das Erasmushuis ist ein Bürogebäude in Rotterdam mit zwölf Geschossen und rechteckigem Grundriss, das durch eine weiße glasierte Backsteinmauer und Betoncorridore an der westlichen Fassade zur Coolsingelstraße geprägt ist. Das Gebäude weist im Norden ein durchgehendes Erkerfenster auf, das Treppen und Aufzüge verbindet.
Willem Marinus Dudok entwarf dieses funktionalistische Gebäude 1939 als modernen Bankenbau in der Roterdamer Innenstadt. Es überstand die verheerenden Bombardierungen der Stadt im Mai 1940 und dient seitdem als Zeugnis der Architektur der Vorkriegszeit.
Die Eingangshalle zeigt Wände aus weißem Marmor und goldfarbene Aluminiumdetails, die die Vorlieben der Bankenwelt für zeitgenössische Architektur widerspiegeln. Diese Materialwahl war typisch für Gebäude, die Wohlstand und Stabilität ausstrahlen sollten.
Das Gebäude befindet sich zwischen Bulgersteyn und Churchillplein und ist von der Straße gut sichtbar dank seiner weißen Fassade und hervortretenden Balkone. Der Zugang erfolgt von vorne über die elegante Eingangshalle, während die Südfassade eine Fluchttreppe zwischen den Balkonen aufweist.
Das Gebäude überstand den Krieg physisch unversehrt, obwohl tausende andere Strukturen in der unmittelbaren Umgebung zerstört wurden. Diese Überlebensfähigkeit machte es zu einem seltenen Beispiel von Vorkriegsarchitektur in einem völlig wiederaufgebauten Stadtzentrum.
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