Grote Hollandse Waard, Flussinsel in der Grafschaft Holland, Niederlande
Grote Hollandse Waard ist eine tief gelegene Flusslandschaft in den Niederlanden, die zwischen der Afgedamde Maas und der Boven Merwede liegt. Das Gebiet besteht heute überwiegend aus Wasser und Feuchtgebieten, war aber einst durchgehend bewohnte und bewirtschaftete Tiefebene.
Das Gebiet war jahrhundertelang intensiv besiedelt und landwirtschaftlich genutzt, bis eine verheerende Flut im Jahr 1421 die Landschaft grundlegend veränderte. Dörfer und Felder versanken im Wasser, und das einst zusammenhängende Land zerfiel in ein Mosaik aus Wasserflächen.
Der Name "Grote Hollandse Waard" verweist auf die ehemals fruchtbare Polderregion, die einst dicht besiedelt war und deren versunkene Dörfer bis heute in alten Ortsnamen und Legenden weiterleben. Wer die Gegend heute besucht, findet weite Wasserflächen, wo vor Jahrhunderten Felder und Kirchdörfer lagen.
Das Gebiet ist heute größtenteils schwer zugänglich, da es vor allem aus Wasser und Feuchtgebieten besteht. Wer es dennoch erkunden möchte, sollte mit moorigem Untergrund rechnen und festes, wasserdichtes Schuhwerk mitbringen.
Einige der versunkenen Dörfer wurden nie offiziell aufgegeben: Ihre Grenzen und Namen existieren noch immer in alten Karten und Archiven. Forscher rekonstruieren mithilfe digitaler Geländemodelle, wie das Land vor der Flut ausgesehen haben muss, und entdecken dabei Details, die jahrhundertelang verborgen waren.
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