Nationalpark De Biesbosch, Süßwassergezeitengebiet in Südholland, Niederlande
De Biesbosch erstreckt sich über 9000 Hektar Wasserläufe, Inseln und Weidenwälder zwischen Noord-Brabant und Zuid-Holland. Das Gebiet bildet ein Labyrinth aus Kanälen und Landstücken, die durch Gezeitenbewegungen geformt wurden.
Die Überflutung von 1421 verwandelte bewohntes Ackerland in ein Gezeitensumpfgebiet. Im Zweiten Weltkrieg diente der Ort als Versteck für Widerstandskämpfer und als Fluchtroute für alliierte Piloten.
Korbflechter nutzten jahrhundertelang das Schilf und die Weiden aus diesem Gebiet für ihr traditionelles Handwerk. Die geflochtenen Körbe und Gegenstände aus lokalen Materialien prägten das niederländische Kunsthandwerk in vielen Regionen.
Besucher erkunden den Park über markierte Wanderwege, Bootstouren oder geführte Kajakausflüge von mehreren Besucherzentren aus. Die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist früh am Morgen oder kurz vor der Dämmerung.
Das Gebiet enthält Europas größte Süßwassergezeiten, bei denen der Wasserspiegel zweimal täglich um 70 Zentimeter schwankt. Diese Gezeitenbewegung wird durch die Verbindung zur Nordsee über Flüsse und Mündungsarme hervorgerufen.
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