Flevopolder, Künstliche Insel in Flevoland, Niederlande
Der Flevopolder ist ein künstlich geschaffenes Gebiet in der Provinz Flevoland, das durch die Trockenlegung des IJsselmeer-Sees entstand und sich über etwa 970 Quadratkilometer erstreckt. Das Land wird hauptsächlich für Landwirtschaft und städtische Entwicklung genutzt und verbindet Dörfer und Städte durch ein ausgedehntes Netz von Straßen, Eisenbahnen und Radwegen.
Ingenieure vollendeten die Trockenlegung des Flevopolders in zwei Phasen: der nordöstliche Teil wurde 1955 abgeschlossen, der südwestliche Teil folgte 1968. Dieses ehrgeizige Projekt war Teil einer größeren niederländischen Anstrengung, Land zurückzugewinnen und neue Räume für Bevölkerungswachstum zu schaffen.
Die Bewohner haben hier Traditionen der Landwirtschaft mit modernem städtischen Leben verbunden, besonders in Städten wie Almere und Lelystad. In den neu geschaffenen Siedlungen entstanden eigene Gemeinschaften mit einem starken Bewusstsein für ihre künstliche Herkunft.
Die gesamte Region liegt unter dem Meeresspiegel und benötigt ständige Wasserwirtschaft durch ein Netzwerk von Deichen und elektrischen Pumpen. Besucher sollten sich bewusst sein, dass Wassermanagement hier eine alltägliche Notwendigkeit ist und die Landschaft prägt.
Das gesamte Land entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg und ist somit jünger als viele seiner menschlichen Bewohner. Diese junge Geschichte ist überall sichtbar in der geplanten Anordnung der Straßen und der modernen Architektur der Städte.
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