Skagerrak, Meerenge zwischen Dänemark und Norwegen, verbunden mit der Nordsee
Der Skagerrak ist eine Meerenge zwischen der Ostküste Dänemarks und der Südwestküste Norwegens, die sich auf etwa 240 Kilometer erstreckt und den Übergang zwischen Nordsee und Kattegat markiert. Die Tiefe nimmt in Richtung Norwegen deutlich zu und erreicht in einigen Bereichen über 700 Meter, während die dänische Seite flacher bleibt.
Bis zum Bau des Eider-Kanals im späten 18. Jahrhundert war diese Meerenge die einzige Schifffahrtsroute zur Ostsee und zog Handelsschiffe aus ganz Nordeuropa an. Im Ersten Weltkrieg fand hier 1916 die Skagerrakschlacht statt, das größte Seegefecht jener Zeit zwischen britischen und deutschen Flotten.
Entlang der Küsten tragen mehrere Orte Namen, die auf alte Seemannssprache oder Fischertraditionen zurückgehen, und auch heute fahren kleinere Boote hinaus, um in den Gewässern zu arbeiten. Viele Fischerdörfer bewahren ihre maritimen Bräuche durch lokale Feste und Museen, in denen man alte Netze und Bootswerkzeuge sehen kann.
Die Gewässer können auch im Sommer kühl sein, daher lohnt sich wärmere Kleidung bei Bootsfahrten oder Ausflügen entlang der Küste. Mehrere Aussichtspunkte auf beiden Seiten der Meerenge bieten freien Blick über das Wasser, besonders bei klarem Wetter am Morgen oder späten Nachmittag.
In den tieferen Zonen wachsen Kaltwasserkorallen an Riffen wie Säcken und Tisler, die eine seltene Unterwasserlandschaft bilden und viele Meeresbewohner anziehen. Diese Korallenformationen sind für Taucher und Forscher besonders interessant, da sie Lebensräume bieten, die man sonst nur in entlegeneren Teilen des Atlantiks findet.
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