Finnmark, Grafschaft im Norden Norwegens
Finnmark erstreckt sich über weite Hochebenen, tiefe Fjorde und Küstenstreifen im Norden Norwegens. Die Landschaft wechselt zwischen baumlosen Weiten, engen Tälern und kleinen Siedlungen, die an Fjordufern und Straßen verstreut liegen.
Der Zweite Weltkrieg brachte große Zerstörung, als die deutsche Armee 1944 die Bewohner evakuierte und fast alle Gebäude niederbrannte. Nach dem Krieg bauten die Rückkehrer ihre Häuser und Dörfer neu auf, oft mit einfachen Mitteln und unter schwierigen Bedingungen.
Die Samen leben hier seit Jahrtausenden und halten ihre Traditionen durch Rentierzucht und traditionelle Kleidung lebendig, die man noch heute in vielen Dörfern sieht. Die Region trägt mehrere Ortsnamen in samischer und norwegischer Sprache, was die kulturelle Vielfalt im Alltag widerspiegelt.
Mehrere kleine Flughäfen verbinden die Region mit größeren Städten im Süden, und Busse fahren die wenigen Hauptstraßen entlang. Im Winter sind die Tage sehr kurz und manche Pässe können geschlossen sein, während der Sommer lange helle Abende bietet.
Die Mitternachtssonne scheint hier von Mitte Mai bis Ende Juli ununterbrochen, sodass man nachts lesen oder wandern kann, ohne Licht zu brauchen. Im Winter kehrt sich das um: die Polarnacht hüllt die Landschaft wochenlang in Dunkelheit, nur unterbrochen von Dämmerung und gelegentlichem Nordlicht.
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