Vøringsfossen, Bergwasserfall in Eidfjord, Norwegen
Der Wasserfall fällt in mehreren Stufen über eine steile Felswand, wobei das Wasser sich in schmale Ströme teilt, bevor es in den tiefen Talkessel hinabstürzt. Die Umgebung besteht aus blankem Gestein, das von Moos und niedrigen Pflanzen bedeckt ist, und die Gischt steigt oft bis zu den Aussichtsplattformen auf. An manchen Tagen verwandelt sich der Fall in einen dünnen Schleier, an anderen Tagen donnert er mit voller Kraft durch die Schlucht.
In den frühen Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde eine Straße durch die Gegend gebaut, die mehr Besucher brachte und den Ort zu einem der bekanntesten Naturwunder Norwegens machte. Pläne für ein Wasserkraftwerk in den neunziger Jahren führten zu heftigen Debatten, doch die Regierung entschied sich schließlich, den Wasserfall unberührt zu lassen. Seitdem wurden neue Gehwege und Aussichtspunkte angelegt, um den Zugang für Fußgänger zu erleichtern, ohne die natürliche Umgebung zu stören.
Der norwegische Schriftsteller Peter Christen Asbjørnsen erwähnte den Wasserfall in seinen Erzählungen, was dazu beitrug, dass Reisende aus ganz Europa im neunzehnten Jahrhundert hierher kamen. Heute gilt die Stelle als Teil der nationalen Identität, besonders für die Menschen aus der Region Hardanger, die den Ort als Symbol für die raue Schönheit ihrer Heimat betrachten. Wanderer und Fotografen kommen oft bei Sonnenaufgang, um das Licht einzufangen, das durch den Nebel fällt.
Die Hauptaussichtspunkte sind über gepflasterte Wege erreichbar, doch einige Abschnitte sind steil und können bei Regen rutschig werden. Wer die Brücke überqueren möchte, sollte festes Schuhwerk tragen, da der Weg feucht sein kann. Früh am Tag ist es meist ruhiger, während der Nachmittag oft voller wird, besonders im Sommer. Warme Kleidung ist ratsam, selbst an sonnigen Tagen, weil der Wind durch das Tal zieht und die Temperatur schnell sinkt.
Ein schmaler Regenbogen erscheint oft im späten Vormittag, wenn die Sonne direkt in die Gischt scheint, und Fotografen warten manchmal stundenlang auf diesen Moment. Die lokale Legende erzählt von einem Schatz, der tief im Tal verborgen sein soll, aber niemand hat je versucht, ihn zu suchen, weil die Strömung zu gefährlich ist. Einige Besucher berichten, dass sie die Vibration des fallenden Wassers durch den Boden spüren können, wenn sie nahe genug am Rand stehen.
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