Vikingskipshuset, Maritimes Museum auf der Halbinsel Bygdøy, Oslo, Norwegen
Das Wikingermuseum ist ein Forschungszentrum und Museum auf der Halbinsel Bygdøy in Oslo, Norwegen, das sich auf skandinavische Schiffsfunde aus dem Mittelalter konzentriert. Die Räume zeigen drei Langschiffe aus unterschiedlichen Epochen, jeweils mit erhaltenen Planken, Rudern und Ankern, die in Grabhügeln an der norwegischen Küste entdeckt wurden.
Forscher aus Schweden schlugen 1913 die Gründung des Museums vor, nachdem mehrere norwegische Bauernhöfe Grabhügel mit vollständig erhaltenen Wikingerschiffen freigelegt hatten. Der Architekt Arnstein Arneberg gewann den Wettbewerb für das Gebäude und eröffnete es wenige Jahre später auf Bygdøy.
Besucher sehen vor Ort, wie Wikingerschiffe mit unterschiedlichen Funktionen gebaut wurden, von Handelsschiffen bis zu Begräbnisfahrzeugen. Die Ausstellung zeigt Objekte wie Tierschädel, Textilien und Zaumzeug, die zusammen mit den Toten vergraben wurden und Einblick in Bestattungsriten geben.
Das Museum durchläuft eine umfassende Renovierung bis 2027 und bleibt während dieser Zeit geschlossen. Wikingerfunde können inzwischen im Historischen Museum in der Innenstadt von Oslo besichtigt werden, erreichbar zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Das Oseberg-Schiff, ausgegraben 1904, gilt als das größte bekannte Schiffsgrab weltweit und zeigt geschnitzte Tierköpfe mit verschlungenen nordischen Mustern. Die Grabkammer im Schiff enthielt zwei Frauen, was bis heute Fragen über ihre Identität aufwirft.
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