Maguindanao, Verwaltungsbezirk in Mindanao, Philippinen
Maguindanao ist eine ehemalige Verwaltungseinheit in der Bangsamoro-Autonomieregion auf Mindanao, die 37 Gemeinden über eine weite Tiefebene mit Flüssen, Sümpfen und einigen hügeligen Bereichen verteilt umfasst. Die Landschaft wird vom Pulangi-Flusssystem durchzogen, das fruchtbare Täler bildet und die Bewohner mit Wasser versorgt.
Das Sultanat Maguindanao entstand im 15. Jahrhundert und widersetzte sich jahrhundertelang der spanischen Kolonialherrschaft durch militärische Gegenwehr und Diplomatie. Nach dem Ende der amerikanischen Besatzung wurde das Gebiet 1973 zur philippinischen Provinz erklärt und 2022 in zwei getrennte Verwaltungsregionen aufgeteilt.
Der Name stammt vom Sultanat Maguindanao und bedeutet "Volk der überschwemmten Ebene", ein direkter Verweis auf die weite Flusslandschaft, die das Leben prägt. Besucher erleben eine mehrheitlich muslimisch geprägte Region mit Moscheen, traditionellen Häusern aus Bambus und Holz sowie dem täglichen Ruf zum Gebet, der in vielen Gemeinden zu hören ist.
Reisende sollten sich bewusst sein, dass das Gebiet aus zwei getrennten Verwaltungsbezirken besteht, die unterschiedliche lokale Behörden und Regeln haben können. Es ist ratsam, sich vor Ort über aktuelle Bedingungen zu informieren, da manche Gegenden abgelegener sind und die Infrastruktur von Gemeinde zu Gemeinde variiert.
Cotabato City liegt innerhalb der Grenzen der ehemaligen Provinz, gehört jedoch nicht zu deren Verwaltung und bildet eine eigenständige regionale Einheit innerhalb der Bangsamoro-Autonomieregion. Diese geografische Besonderheit schafft eine Insel innerhalb der umgebenden Verwaltungsstruktur, die seit Jahrzehnten getrennt verwaltet wird.
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