Tarlac, Verwaltungsprovinz in Zentral-Luzon, Philippinen
Tarlac ist eine Verwaltungsprovinz in der Region Central Luzon auf den Philippinen, die sich über ein Gebiet mit siebzehn Gemeinden und einer Stadt erstreckt. Reisfelder, Zuckerrohrplantagen und Maisanbauflächen prägen weite Teile der Landschaft und wechseln sich mit Siedlungen und kleineren Ortschaften ab.
Die spanischen Kolonialbehörden schufen diese Provinz im Jahr 1873 aus Teilen von Pangasinan und Pampanga, um die Verwaltung der Region zu vereinfachen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Capas zum Standort eines großen Kriegsgefangenenlagers, das zu einem wichtigen Ort der philippinischen Erinnerung wurde.
Die Bewohner sprechen je nach Gemeinde Kapampangan, Ilokano, Pangasinensisch oder Tagalog und wechseln im Alltag häufig zwischen diesen Sprachen. Jede Gruppe hat eigene Feste und Feiertage mitgebracht, die heute nebeneinander gefeiert werden und dem Ort einen vielstimmigen Charakter geben.
Die Provinz lässt sich am besten mit privaten Fahrzeugen oder Bussen erkunden, da die Gemeinden weit verstreut liegen und öffentliche Verkehrsmittel nur Hauptrouten bedienen. Die Regenzeit zwischen Juni und November macht manche Landstraßen schwer befahrbar, während die Trockenzeit das Reisen erleichtert.
Das Denkmal in Capas erinnert an die mehr als 60000 Gefangenen, die auf dem Todesmarsch von Bataan oder später im Lager starben, und trägt ihre Namen auf vielen Tafeln. Besucher können die erhaltenen Grundmauern der Kasernen sehen, wo Soldaten aus mehreren Nationen unter sehr harten Bedingungen festgehalten wurden.
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