Marikina, Industriestadt in Metro Manila, Philippinen
Marikina ist eine Stadt in Metro Manila auf den Philippinen, die im Marikina-Tal zwischen Quezon City, Pasig und Antipolo liegt. Wohnviertel wechseln sich mit Gewerbeflächen ab, während der Fluss die östliche Grenze markiert und sich Parks entlang seines Verlaufs ziehen.
Jesuitenmissionare gründeten die Siedlung im Jahr 1630 und errichteten eine Kapelle bei Jesus de la Peña, die zum Ausgangspunkt der organisierten christlichen Gemeinschaft in der Gegend wurde. Während der amerikanischen Kolonialzeit entstand die Schuhindustrie, die später zum wirtschaftlichen Schwerpunkt des Ortes heranwuchs.
Innerhalb des Stadtgebiets finden sich zahlreiche Werkstätten, in denen Schuster noch von Hand arbeiten und die lokale Tradition der Lederverarbeitung weitergeben. Besucher können in diesen Betrieben zusehen, wie Schuhe entworfen und gefertigt werden, wobei die handwerklichen Fertigkeiten über Generationen erhalten geblieben sind.
Jeepneys und Busse verbinden das Zentrum mit den umliegenden Stadtteilen, während Fahrradwege entlang größerer Straßen den Verkehr auf zwei Rädern erleichtern. Wer zu Fuß unterwegs ist, findet in den Hauptstraßen schattige Gehwege, sollte aber bei starkem Regen mit Überflutungen im Flussgebiet rechnen.
Etwa siebzig Prozent aller auf den Philippinen hergestellten Schuhe kommen aus dieser Stadt, wobei kleine Familienbetriebe neben größeren Fabriken existieren und oft dieselben Techniken anwenden. Der Name der Stadt leitet sich vom Tagalog-Wort für eine Pflanze ab, die früher im Flussgebiet wuchs und zur Herstellung von Reusen verwendet wurde.
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