Corregidor, Militärische Festungsinsel am Eingang der Bucht von Manila, Philippinen
Corregidor ist eine Insel am Eingang der Manila-Bucht in der Provinz Cavite, die sich über eine Länge von etwa 6,5 Kilometern erstreckt und an ihrem höchsten Punkt 179 Meter erreicht. Die kaulquappenförmige Landmasse liegt strategisch zwischen dem Festland und dem offenen Meer und trägt auf ihrer Oberfläche noch sichtbare Spuren ehemaliger Befestigungsanlagen.
Die Insel erhielt zwischen 1908 und 1941 ihre militärische Bedeutung durch den Bau von 23 Geschützbatterien mit insgesamt 56 Küstenverteidigungskanonen. Die Anlagen wurden während der Kämpfe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später als Gedenkort erhalten.
Das Inselheiligtum wurde kürzlich auf die Vorschlagsliste des Welterbes gesetzt und dient heute als Gedenkstätte für die Verteidiger aus verschiedenen Nationen. Führungen durch die Überreste der Kasernen und Geschützstellungen vermitteln einen direkten Eindruck vom militärischen Alltag während der Besatzungszeit.
Die Überfahrt von Manila dauert etwa eine Stunde und Fährverbindungen werden von Sun Cruises ab dem CCP Bay Terminal A angeboten. Vor Ort empfiehlt sich festes Schuhwerk für die Erkundung der weitläufigen Ruinen und Tunnelsysteme.
Das Tunnelnetz von Malinta erstreckt sich über eine Länge von etwa 254 Metern und enthält 24 Seitengänge, die während des Krieges als unterirdisches Krankenhaus und Lager dienten. Heute können Besucher Teile dieser unterirdischen Anlage begehen und den besonderen akustischen Effekt in den Kammern erleben.
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