Kargah-Buddha, Felsenrelief und archäologische Stätte in Gilgit Tehsil, Pakistan.
Das Kargah Buddha ist ein Felsrelief im Norden Pakistans, das direkt in eine Klippe gemeisselt wurde, nahe der Stelle, wo sich die Bäche Kargah und Shukogah treffen. Die Figur ist etwa drei Meter hoch und zeigt eine stehende Buddha-Gestalt in einem von Bergen umgebenen Tal.
Die Schnitzerei entstand in einer Zeit, als der Buddhismus in der Region weit verbreitet war, wahrscheinlich zwischen dem 7. und dem 8. Jahrhundert. Ausgrabungen in der Umgebung brachten Reste von Klöstern und Stupas ans Licht, was auf eine aktive buddhistische Gemeinschaft in der Gegend hindeutet.
Die erhobene rechte Hand zeigt die Abhaya-Geste, die in buddhistischer Tradition Schutz und Furchtlosigkeit ausdrückt. Wer die Figur genau betrachtet, erkennt diese Handhaltung als einen der bekanntesten Ausdrucke buddhistischer Ikonografie.
Das Gelände liegt rund 10 Kilometer südlich von Gilgit und ist über Bergstrassen zu erreichen, die je nach Jahreszeit in unterschiedlichem Zustand sein können. Es empfiehlt sich, warme Kleidung mitzunehmen und auf die grosse Höhe vorbereitet zu sein.
In der Gegend kennen Einheimische die Felsfigur unter einem lokalen Namen, der mit einer alten Legende über eine Hexe verknüpft ist, die von einem Heiligen in Stein verwandelt wurde. Diese Geschichte zeigt, wie die Bevölkerung das Bildwerk in ihr mündliches Gedächtnis aufgenommen hat, unabhängig von seiner ursprünglichen buddhistischen Bedeutung.
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