Berlinka, Deutsche Handschriftenbibliothek in der Jagiellonen-Bibliothek, Krakau, Polen
Die Berlinka ist eine Spezialsammlung der Jagellonischen Universität mit etwa 300.000 deutschen Manuskripten und Dokumenten, die in klimatisierten Tresoren verwahrt werden. Die Bestände umfassen Originalpartituren bekannter Komponisten, mittelalterliche Texte und Aufzeichnungen von Schriftstellern wie den Brüdern Grimm.
Die Sammlung stammt aus der Preußischen Staatsbibliothek, die 1942 zur Sicherung während des Krieges nach Grüssau verlegt wurde. Nach dem Krieg brachten polnische Truppen die Bestände zwischen 1945 und 1946 nach Kraków, wo sie seitdem als Leihgabe der Universität verwahrt werden.
Die Sammlung spiegelt das literarische und intellektuelle Leben des deutschsprachigen Raums wider, mit Werken von Schriftstellern, Komponisten und Gelehrten, deren Ideen Europa prägten. Besucher können handgeschriebene Noten und persönliche Dokumente sehen, die zeigen, wie Menschen damals dachten und arbeiteten.
Der Zugang zur Sammlung setzt in der Regel Forschungsberechtigungen voraus und erfordert vorherige Anmeldung beim Spezialbereich der Universitätsbibliothek. Besucher sollten ihre Forschungsziele im Voraus angeben, damit die gewünschten Materialien vorbereitet werden können.
Die Sammlung bewahrt persönliche Briefe und notierte Exemplare aus dem Nachlass von Karl August Varnhagen von Ense, die Einblicke in das intellektuelle Netzwerk des 19. Jahrhunderts bieten. Diese Dokumente zeigen Verbindungen zwischen wichtigen Denkern und ermöglichen es Forschern, persönliche Beziehungen zwischen Schriftstellern und Gelehrten zu verfolgen.
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