Gniezno, Mittelalterliche Hauptstadt in der Woiwodschaft Großpolen, Polen
Gniezno ist eine Stadt in der Woiwodschaft Großpolen, die sich über sieben Hügel erstreckt und deren Zentrum sich um den Lech-Hügel gruppiert. Die Altstadt liegt zwischen sanften Erhebungen, wobei der Dom die höchste Stelle einnimmt und von fast allen Seiten sichtbar bleibt.
Im Jahr 1000 fand hier ein Treffen zwischen dem polnischen Herrscher Bolesław und Kaiser Otto III. statt, das die kirchliche Organisation Polens festlegte. Die Siedlung auf dem Lech-Hügel entwickelte sich schon in slawischer Zeit zu einem religiösen und politischen Zentrum.
Der Dom zeigt an seiner Bronzetür achtzehn gegossene Tafeln, die das Leben des Heiligen Adalbert erzählen und zu den ältesten romanischen Kunstwerken nördlich der Alpen zählen. Pilger und Besucher folgen heute noch den Darstellungen von links nach rechts und von oben nach unten, wie es im Mittelalter üblich war.
Das Museum der Anfänge des polnischen Staates zeigt Funde aus der Frühzeit und wechselnde Ausstellungen zu regionalen archäologischen Entdeckungen. Besucher erreichen das Zentrum zu Fuß und können die meisten Sehenswürdigkeiten in wenigen Stunden erkunden.
Archäologische Schichten unter dem Lech-Hügel reichen bis in die Altsteinzeit zurück und zeigen eine fast ununterbrochene Besiedlung über Jahrtausende. Grabungen haben Werkzeuge und Keramik aus mehreren Epochen ans Licht gebracht, die heute im städtischen Museum aufbewahrt werden.
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