Kalisz, Provinzhauptstadt in Großpolen, Polen.
Kalisz ist eine Großstadt in der Woiwodschaft Großpolen, die sich beiderseits des Flusses Prosna erstreckt und mittelalterliche Gassen mit Bauten des 19. Jahrhunderts und modernen Geschäftsvierteln verbindet. Die Innenstadt vereint sanierte Bürgerhäuser, weitläufige Plätze und Parks, die zum Flanieren einladen.
Die Siedlung wird bereits in der Geographie des Ptolemäus im 2. Jahrhundert erwähnt und diente als Knotenpunkt der Bernsteinstraße, die von der Ostsee ins Römische Reich führte. Im Mittelalter erhielt der Ort Stadtrechte und entwickelte sich zu einem bedeutenden Handelszentrum, bevor Kriege und Brände im 20. Jahrhundert vieles zerstörten.
Die Stadt gilt als eines der ältesten urkundlich erwähnten Zentren im heutigen Polen und trägt dieses Erbe in vielen Straßennamen und Denkmälern. Besucher begegnen dem Erbe der jüdischen Gemeinde in erhaltenen Friedhöfen und Gedenktafeln, die an Jahrhunderte multireligiösen Zusammenlebens erinnern.
Der Hauptbahnhof liegt nahe dem Zentrum und verbindet die Stadt mit Warschau, Posen und anderen größeren Orten durch regelmäßige Verbindungen. Busse erreichen kleinere Ortschaften in der Umgebung, und die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden.
Im 19. Jahrhundert entstanden hier zahlreiche Klavierfabriken, die Instrumente für ganz Europa lieferten und der Stadt den Ruf eines Zentrums für Musikinstrumentenbau einbrachten. Diese Tradition endete mit dem Ersten Weltkrieg, als viele Betriebe zerstört oder verlagert wurden.
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