Rawicz, Verwaltungszentrum in Großpolen, Polen
Rawicz ist eine Stadt in Großpolen mit einem regelmäßigen, schachbrettähnlichen Straßenmuster, das um das zentrale Rathaus angeordnet ist. Der gesamte Stadtkern folgt dieser geometrischen Planung, die das Stadtbild deutlich prägt.
Die Stadt erhielt 1638 von König Władysław IV. Vasa das Stadtrecht als Siedlung für protestantische Flüchtlinge, die vor dem Dreißigjährigen Krieg aus Schlesien flohen. Diese Gründung machte sie zu einem Zufluchtsort für religiös Vertriebene in dieser turbulenten Zeit.
Das Museum der Rawiczer Region im Rathaus zeigt Exponate zur regionalen Geschichte und dokumentiert die Bedeutung des Textilhandwerks für die lokale Wirtschaft. Die Ausstellungen vermitteln, wie diese Industrie das Leben der Menschen vor Ort geprägt hat.
Die Stadt liegt in der Nähe der Straßen S5 und DK 36, die direkte Verbindungen zu den Großstädten Breslau und Posen bieten. Von hier aus können Besucher leicht zu größeren Zentren der Region reisen.
Der Planty Park des Heiligen Johannes Paul II bildet einen durchgehenden Grüngürtel um das Stadtzentrum, der auf dem Gelände früherer Befestigungsanlagen entstand. Dieser Park zeigt, wie alte Verteidigungsstrukturen in Grünflächen für die heutige Bevölkerung umgewandelt wurden.
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