Ratibor, Mittelalterliches Zentrum in Racibórz, Polen
Racibórz liegt im südlichen Polen am oberen Flusslauf der Oder, nahe der tschechischen Grenze, und ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Landkreises. Die Stadt erstreckt sich über sanftes Flachland mit einem historischen Kern, der von Wohnvierteln und Grünflächen umgeben wird.
Die Stadt erhielt 1217 unter Herzog Mieszko von Oppeln das Stadtrecht und diente ab 1172 als erste Hauptstadt Oberschlesiens. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Zugehörigkeit mehrfach zwischen polnischen, böhmischen und preußischen Herrschern, was ihre heutige Architektur prägte.
Der Name leitet sich von einem slawischen Fürsten ab, dessen Herrschaftssitz hier lag, was noch heute in Straßennamen und öffentlichen Plätzen erkennbar ist. Cafés und Geschäfte säumen den Hauptplatz, wo sich an Markttagen Einheimische zum Einkauf und Plausch treffen.
Der zentrale Marktplatz dient als Verkehrsknotenpunkt mit regelmäßigen Bus- und Bahnverbindungen in größere Städte der Region. Fußgänger finden gut beschilderte Wege durch den historischen Stadtkern, der auf ebenem Gelände leicht zu erkunden ist.
Das Staubecken Racibórz Dolny, 2020 fertiggestellt, zählt zu den größten Hochwasserschutzsystemen Polens an der Oder. Die Anlage kann bei Bedarf ein Wasservolumen speichern, das einem mittelgroßen See entspricht, und schützt damit flussabwärts liegende Gebiete.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.