Ghetto Krakau, Jüdisches Ghetto im Stadtteil Podgórze, Krakau, Polen.
Das Krakauer Ghetto war ein abgeriegeltes Gebiet im Stadtteil Podgórze, in das während des Zweiten Weltkriegs jüdische Bewohner zwangsweise umgesiedelt wurden. Das Viertel umfasste etwa 15 Straßen und war durch hohe Steinmauern mit bogenförmigen Abschlüssen vom Rest der Stadt getrennt, wobei der Hauptzugang über bewachte Tore erfolgte.
Deutsche Behörden richteten das Ghetto am 21. März 1941 ein und zwangen etwa 15.000 jüdische Menschen, ihre Häuser zu verlassen und in das Podgórze-Viertel zu ziehen. Im März 1943 wurde das Ghetto aufgelöst, wobei die Bewohner entweder in Arbeitslager deportiert oder vor Ort ermordet wurden.
Die heutigen Spuren des Ghettos zeigen sich in erhaltenen Mauerresten und Gedenktafeln, die Besucher im Podgórze-Viertel selbst erleben können. Der zentrale Platz trägt den Namen Plac Bohaterów Getta und dient als Ort der Erinnerung, wo Menschen innehalten und der Vergangenheit gedenken.
Der Plac Bohaterów Getta liegt im Zentrum des ehemaligen Ghettogebiets und ist zu Fuß leicht zu erreichen, da die Straßen flach und begehbar sind. Ein Besuch der Apotheke Zum Adler am Platz ermöglicht einen tieferen Einblick in die damalige Zeit durch ausgestellte Dokumente und Gegenstände.
Auf dem Plac Bohaterów Getta stehen 70 leere Metallstühle verteilt, die an die zurückgelassenen Möbelstücke der deportierten Familien erinnern. Bei Dunkelheit werden die Stühle beleuchtet und schaffen so eine eindrückliche Szene, die viele Besucher unerwartet berührt.
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