Festungsfront Oder-Warthe-Bogen, Militärfestung in Międzyrzecz, Polen
Das Regenwurmlager ist eine großflächige unterirdische Befestigungsanlage, die aus etwa 100 betonierten Strukturen besteht, welche durch etwa 32 Kilometer lange Tunnel miteinander verbunden sind. Das System reicht bis in Tiefen von etwa 40 Metern und enthält Behausungen, Werkstätten und spezialisierte Militärbauten.
Deutsche Ingenieure errichteten diese Befestigungsanlage zwischen 1934 und 1944, um die östlichen Zugänge zu Berlin während des Zweiten Weltkriegs zu schützen. Das Projekt war ein Zeichen der militärischen Aufrüstung dieser Zeit.
Die Befestigung zeigt überall Spuren ihrer militärischen Vergangenheit - Geschützstellungen, Munitionslager und unterirdische Bahnhöfe sind noch sichtbar. Besucher können diese Räume heute erkunden und die Handschrift der Erbauer erkennen.
Das Gelände wird durch zwei speziell ausgestattete Museumseingangsportale erschlossen, von denen aus geführte Besichtigungen stattfinden. Die unterirdischen Wege können anstrengend sein, daher sollten Besucher mit guter körperlicher Kondition rechnen.
Das Tunnel-Labyrinth ist heute Europas größtes Überwinterungsgebiet für Fledermäuse und beherbergt etwa 39.000 Tiere verschiedener Arten in den kalten Monaten. Die Fortifikation wandelte sich so von einer Kriegsanlage zu einem Naturschutzgebiet.
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