Gorzanów, Dorf mit Renaissanceschloss in Niederschlesien, Polen.
Gorzanów ist ein Dorf in der Nähe von Kłodzko in Niederschlesien, bekannt für seinen Schloss-Komplex mit über 100 Innenräumen und einer großzügigen Parkanlage von etwa 6,6 Hektar. Die Gebäude zeigen barocke Architektur, die heute durch die Stiftung der Pałac-Stiftung restauriert wird, während gleichzeitig Künstlerprogramme stattfinden.
Die Siedlung hieß ursprünglich Arnoldsdorf und später Grafenort und wechselte mehrmals zwischen polnischer, böhmischer und preußischer Herrschaft. 1945 erhielt der Ort seinen heutigen Namen Gorzanów.
Der Ort ist nach der Adelsfamilie von Herberstein benannt, die hier im 17. Jahrhundert Theateraufführungen und jesuitische Dramen organisierte. Diese künstlerische Tradition prägt bis heute das Verständnis vom Schloss als Ort der Kultur und des Schaffens.
Das Gelände ist ein großflächiger Komplex mit Schloss und Parkanlage, auf dem man genug Zeit für ein ruhiges Spaziergang einplanen sollte. Die Besuchsmöglichkeiten sind mit den dort laufenden Restaurierungsarbeiten und Künstlerprogrammen verbunden, daher sollte man sich vorher informieren.
Während des Zweiten Weltkriegs war das Schloss Teil des Konzentrationslagers Grafenort, in dem jüdische Frauen zur Zwangsarbeit inhaftiert waren. Dieses düstere Kapitel ist ein wichtiger Teil der Geschichte des Ortes und wird heute in der Erinnerungsarbeit bewahrt.
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