Zabrze, Industriestadt in Oberschlesien, Polen
Zabrze liegt am Fluss Bytomka und erstreckt sich über fünfzehn Stadtteile, in denen Backsteinarchitektur neben zeitgenössischen Wohnblocks steht. Parks und Grünflächen unterbrechen das städtische Gefüge und bieten Raum für Spaziergänge zwischen den alten Industrieanlagen.
Eine erste Erwähnung des Ortes erscheint im Jahr 1242 im Bezirk Biskupice, bevor die Region sich im 18. Jahrhundert zur Kohleförderung wandte. Der Bergbau prägte die Entwicklung über zwei Jahrhunderte und zog Arbeiter aus ganz Europa an.
Die Stadt trägt ihren Namen vom slawischen Wort für Tierkiefer und zeigt bis heute eine Mischung aus polnischer und schlesischer Tradition. Lokale Vereine pflegen alte Bergmannslieder und Handwerkskünste, die Besucher bei Stadtfesten und in kleinen Werkstätten kennenlernen können.
Einige ehemalige Bergwerke bieten Führungen an, bei denen man unter Tage gehen und mehr über den Alltag der Bergleute erfahren kann. Die Straßen sind gut ausgeschildert und die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß oder mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichen.
Unter den Straßen verlaufen hunderte Kilometer alter Stollen, von denen einige noch heute zugänglich sind und Einblick in die unterirdische Welt geben. Manche Häuser im Zentrum tragen noch Spuren der alten Industriearchitektur mit gusseisernen Fassadenelementen.
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