Tarnów, Mittelalterliche Stadt in der Woiwodschaft Kleinpolen, Polen.
Tarnów ist eine Stadt im Kleinpolen-Woiwodschaft in Polen, die sich nahe der Stelle ausbreitet, wo die Flüsse Biała und Dunajec zusammenfließen. Das Zentrum bildet ein rechteckiger Marktplatz, der von mehrstöckigen Bürgerhäusern mit bemalten Fassaden und gewölbten Durchgängen umgeben ist.
Die Siedlung erhielt 1330 Stadtrechte durch die Familie Tarnowski, die hier eine befestigte Anlage errichtete. Im 16. Jahrhundert wuchs der Ort zu einem wichtigen Handelszentrum zwischen Krakau und Lemberg heran.
Der Name geht auf die Adelsfamilie Tarnowski zurück, die über Jahrhunderte das Stadtbild geprägt hat. Heute zeigen sich die Spuren dieser Vergangenheit in den Straßennamen, den Wappen an historischen Gebäuden und den jährlichen Festen, die an die Gründer erinnern.
Ein Eisenbahnknotenpunkt verbindet die Stadt mit Krakau und der ukrainischen Grenze, was die Anreise erleichtert. Der Marktplatz liegt zentral und lässt sich zu Fuß erkunden, wobei die meisten Sehenswürdigkeiten in wenigen Gehminuten erreichbar sind.
Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte hier die größte jüdische Gemeinde Polens im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, was sich noch heute in erhaltenen Synagogenruinen zeigt. Die Textilindustrie, die einst von jüdischen Handwerkern dominiert wurde, prägte die Wirtschaft der Stadt bis in die Nachkriegszeit.
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