Ruda Śląska, Industriestadt in Oberschlesien, Polen
Ruda Śląska ist eine Stadt mit Kreisrechten in der Woiwodschaft Schlesien im Süden Polens, die sich entlang des Flusses Kłodnica über mehrere ehemalige Bergbaugemeinden erstreckt. Die Ortsteile Nowy Bytom, Ruda und Wirek bilden das Zentrum, während sich ringsum Halden, Industriebrachen und Wohnviertel aneinanderreihen.
Die erste dokumentierte Kohlemine Polens nahm hier 1751 den Betrieb auf und leitete den Wandel der Region von ländlichen Dörfern zu einer Bergbaustadt ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere Gemeinden zu einer einzigen Verwaltungseinheit zusammengefasst, die den heutigen Zuschnitt der Stadt bildet.
Der Name stammt von dem slawischen Wort für Erz und verweist auf die lange Tradition des Bergbaus in diesem Teil Oberschlesiens. Die Arbeitersiedlungen aus rotem Backstein und die alten Zechengebäude prägen bis heute das Stadtbild und erinnern an die Zeit, als Kohle hier den Tagesablauf bestimmte.
Die Autobahn A4 und mehrere Bahnhöfe an der Strecke Katowice–Gliwice ermöglichen die Anreise aus allen Richtungen. Wer sich orientieren möchte, folgt am besten den Hauptstraßen, die durch die einzelnen Stadtteile führen und die wichtigsten Punkte miteinander verbinden.
Ein professionelles Frauen-Handballteam aus der Stadt spielt in der höchsten polnischen Liga und hat über die Jahre mehrere nationale Titel gewonnen. Die Heimspiele finden in einer Halle statt, die regelmäßig von Einheimischen besucht wird und zum sportlichen Leben der Gemeinde gehört.
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