Radegast railway station, Holocaust-Gedenkstätte in Łódź, Polen.
Radegast ist ein Bahnhof in Łódź, von dem aus während des Zweiten Weltkriegs Menschen aus dem Ghetto deportiert wurden. Das Gelände bewahrt noch heute die ursprünglichen Gleise, Laderampen und Gebäude aus dieser Zeit, die Zeugnis von dieser Vergangenheit ablegen.
Die Stacja entstand ursprünglich als Eisenbahnanlage für den Güterverkehr und wurde ab 1942 zum zentralen Ort für Deportationen aus dem Ghetto. Innerhalb von zwei Jahren wurden von hier aus Hunderttausende Menschen in Vernichtungslager transportiert.
Der Bahnhof trägt den Namen der jüdischen Gemeinde, die ihn nutzte, und die Ausstellung zeigt persönliche Gegenstände sowie Fotografien von Menschen, die von hier aus deportiert wurden. Diese Objekte helfen Besuchern, die Geschichte nicht als abstraktes Ereignis, sondern als menschliches Schicksal zu verstehen.
Der Ort ist täglich zugänglich und es werden Führungen angeboten, um die Geschichte und die noch vorhandenen Strukturen zu verstehen. Besucher sollten sich Zeit für den Tunnelbereich nehmen, da dieser Teil des Gedenkens besonders eindrucksvoll ist.
Ein markantes Merkmal ist der etwa 140 Meter lange Tunnel, dessen Wände mit tausenden Namen beschriftet sind. Das Tunnel endet bei einer Gedenksäule mit der Inschrift 'Du sollst nicht töten' in mehreren Sprachen.
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