Jasna Góra, Religiöses Heiligtum in Częstochowa, Polen
Jasna Góra ist ein befestigtes Kloster auf einem Hügel über Częstochowa, das von breiten Bastionen und hohen Mauern aus dem 17. Jahrhundert umgeben ist. Im Innern liegen mehrere Kirchenräume, ein mehrstöckiger Glockenturm und gedeckte Gänge, die sich um einen offenen Hof schließen.
Prinz Władysław Opolczyk lud 1382 ungarische Paulinermönche nach Częstochowa ein und übergab ihnen die Ikone der Schwarzen Madonna, die seitdem hier verehrt wird. Während der schwedischen Belagerung von 1655 hielten die Mönche und eine kleine Besatzung das Kloster und machten es zu einem Symbol des Widerstands gegen die Invasion.
Der Schrein der Schwarzen Madonna liegt hinter dicken Panzerglas und zieht täglich Pilgergruppen an, die ruhige Gebete sprechen oder Votivgaben hinterlassen. Viele polnische Familien kommen hierher zu wichtigen Lebensereignissen und nehmen an den gemeinsamen Gottesdiensten teil, die die Glocken über die ganze Stadt läuten lassen.
Das Gelände öffnet vor Sonnenaufgang und schließt erst am späten Abend, sodass genug Zeit bleibt, die verschiedenen Kapellen und Innenhöfe zu besichtigen. Führungen werden in mehreren Sprachen angeboten; wer ohne Gruppe unterwegs ist, kann sich an den Tafeln und Schaukästen orientieren.
Die Schatzkammer zeigt die Goldmedaille des Friedensnobelpreises von Lech Wałęsa aus dem Jahr 1983, die neben mittelalterlichen Handschriften und Reliquienschreinen ausgestellt ist. Im Keller liegen alte Verteidigungstunnel, die während der schwedischen Kriege genutzt wurden und bei Sonderführungen besichtigt werden können.
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