Zamość, Renaissancestadt in Lublin, Polen.
Zamość ist eine Stadt im Osten Polens, in der Woiwodschaft Lublin, die ein regelmäßiges Straßennetz mit rechtwinklig zueinander stehenden Achsen aufweist. Im Zentrum liegt ein rechteckiger Marktplatz, umgeben von zweistöckigen Gebäuden mit durchlaufenden Bogengängen im Erdgeschoss.
Die Stadt wurde 1580 von Jan Zamoyski gegründet, einem Kanzler und Heerführer, der hier einen Handelsposten und militärischen Stützpunkt errichten wollte. In den folgenden Jahrzehnten entstand ein befestigter Ort nach Plänen eines italienischen Architekten, der die Verbindung zwischen westeuropäischen Handelswegen sichern sollte.
Die Bürgerhäuser rings um den großen Markt zeigen Fassaden mit Attiken und Giebeln, die für wohlhabende Kaufleute des 16. Jahrhunderts typisch waren. Heute beherbergen diese Gebäude Cafés und kleine Geschäfte, wo Einheimische sich treffen und Besucher die Arkaden durchstreifen können.
Die Innenstadt lässt sich zu Fuß gut erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten auf einem kompakten Gebiet verteilt sind. Besonders im Frühjahr und Herbst lohnt sich ein Spaziergang durch die Straßen, wenn das Wetter mild ist und die Arkaden Schatten spenden.
Unter den Straßen verlaufen Keller und Gänge aus dem 16. Jahrhundert, die einst als Lager und Schutzräume für Händler dienten. Manche dieser unterirdischen Räume sind durch schmale Treppen erreichbar und zeigen noch die originalen Ziegelgewölbe.
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