Kaschubei, Historische Region im Norden Polens.
Kaschubei ist eine historische Region in Nordpolen zwischen Danzig und der Pommerschen Seenplatte, die sich über bewaldete Hügelketten und etwa 500 Gletscherseen erstreckt. Die Landschaft wird von bäuerlichen Dörfern mit Holzkirchen, Getreidescheunen und jahrhundertealten Eichen geprägt.
Die Region bewahrte bis ins 13. Jahrhundert eine eigenständige slawische Identität, bis deutsche Siedler ankamen und das Gebiet vom Deutschen Orden verwaltet wurde. Nach mehreren Grenzverschiebungen zwischen Preußen und Polen entwickelte sich eine gemischte Bevölkerung mit eigener Volkskultur.
Die Kaschuben sprechen eine westslawische Sprache mit eigener Grammatik und Wortschatz, die man in Dörfern und auf Märkten hören kann. Besucher bemerken oft die charakteristischen blauen Blumenmuster an Trachten und Häuserfassaden, die seit Generationen weitergegeben werden.
Markierte Wanderwege und Radstrecken verbinden Kirchen, Freilichtmuseen und Werkstätten für Töpferei und Weberei in den Dörfern. Die Seen eignen sich für Kanu- und Segeltouren, während die Wälder im Herbst Pilzsammler anziehen.
Die Stickereien folgen einer Farbgrammatik: Blau zeigt den Himmel, Grün die Wälder, Gelb den Bernstein der Ostseeküste. Schwarze Fäden stehen für die Erde und verbinden alle Elemente in geometrischen Mustern auf Tischdecken und Schürzen.
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