Herzogtum Liegnitz, Mittelalterliches Herzogtum in Niederschlesien, Polen
Das Herzogtum Liegnitz-Brieg war ein mittelalterliches Territorium in Niederschlesien, das zwei Verwaltungszentren hatte: Liegnitz und Brieg. Beide Städte liegen entlang der Oder und bildeten gemeinsam den Kern dieses Herrschaftsgebiets der Piasten.
Das Herzogtum wurde 1248 gegründet, als Schlesien unter den Piastensöhnen aufgeteilt wurde, und blieb über vier Jahrhunderte in deren Händen. Mit dem Tod von Herzog Georg Wilhelm im Jahr 1675 fiel das Gebiet an die Habsburger unter Kaiser Leopold I., was die lokale Fürstenherrschaft beendete.
Der Name Legnica stammt vom slawischen Wort für Brennnessel ab. Die herzogliche Residenz war ein Ort, wo sich Künstler und Gelehrte trafen und die Architektur des Ortes ihre künstlerischen Interessen widerspiegelte.
Die beiden ehemaligen Hauptstädte Legnica und Brzeg sind heute eigenständige Städte in Niederschlesien, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto erreichbar sind. Wer beide Orte besuchen möchte, sollte genügend Zeit einplanen, da sie einige Kilometer voneinander entfernt liegen.
Das Herzogtum war eines der letzten Gebiete Schlesiens, das noch von einem Piastenherzog regiert wurde, und überlebte damit viele seiner Nachbarn um Generationen. Als Georg Wilhelm 1675 starb, war er der letzte regierende Piastenherzog überhaupt.
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