Polnischer Korridor, Geopolitischer Korridor zwischen Ostpreußen und Deutschland, Polen
Der Polnische Korridor war ein Landstreifen in Westpreußen, der Polen nach dem Ersten Weltkrieg Zugang zur Ostsee verschaffte und Ostpreußen vom übrigen deutschen Territorium trennte. Das Gebiet erstreckte sich entlang der Weichsel von der pommerschen Küste bis zur Grenze bei Bromberg und umfasste zahlreiche Städte und Dörfer mit gemischter Bevölkerung.
Die Alliierten übertrugen das Gebiet 1919 an Polen, um dem wiederhergestellten Staat einen Meereszugang zu sichern. Deutschland verlor damit Teile Westpreußens und der Provinz Posen sowie die direkte Landverbindung zu Ostpreußen.
Die Region beherbergte polnische und deutsche Bevölkerungen in der Zwischenkriegszeit, mit polnischer Mehrheit in ländlichen Gebieten und deutscher in Stadtzentren.
Die ehemalige Korridorregion umfasst heute weite Teile der polnischen Woiwodschaft Pommern und reicht von der Küste bis ins Landesinnere. Wer die Gegend bereist, durchquert Landschaften mit Flüssen, Wäldern und historischen Städten entlang der alten Grenzverläufe.
Polen baute in den 1920er Jahren den Hafen Gdynia praktisch aus dem Nichts, weil Danzig unter Völkerbundverwaltung stand und keine polnische Souveränität garantierte. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich der neue Hafen zu einem der größten Ostseehäfen und konkurrierte direkt mit dem benachbarten Danzig.
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