Nationalpark Narew, Nationalpark in der Woiwodschaft Podlachien, Polen
Das Narew-Gebiet ist eine geschützte Flusslandschaft in der Woiwodschaft Podlachien, die einen 35 Kilometer langen Abschnitt umfasst, in dem sich der Fluss in zahlreiche Kanäle und Seitenarme verzweigt. Diese Wasseradern durchziehen Wiesen und Feuchtgebiete, sodass eine natürliche Struktur entsteht, die bei hohem Wasserstand wie ein breites, verwobenes Netz erscheint.
Der Schutz der Landschaft begann bereits in den 1980er Jahren, als das Gebiet zum Landschaftspark erklärt wurde, um die Auenwiesen vor Trockenlegung zu bewahren. Im Jahr 1996 erhielt es den Status eines Nationalparks, wodurch die Regeln für die Nutzung und den Erhalt der Flussarme verschärft wurden.
Der Park ist in der Region als Wasserlandschaft bekannt, die von einer Gemeinde geprägt wird, in der polnische Riten und orthodoxe Glaubensformen seit Jahrhunderten nebeneinander existieren. Kleine Holzkapellen und orthodoxe Kirchen erinnern daran, dass dieses Gebiet als Grenzland zwischen zwei Kulturen fungiert.
Markierte Fußwege führen zu mehreren Aussichtspunkten, von denen aus man über die Wasserlandschaft blicken kann, während Kanus und Kajaks auf bestimmten Routen erlaubt sind. Der Zugang ist ganzjährig offen, obwohl das Hochwasser im Frühjahr den Anblick am eindrucksvollsten macht und die Wege teilweise überschwemmt werden können.
Biber nutzen das verzweigte Wassersystem als Lebensraum und schaffen durch ihre Bauten neue Kanäle und Teiche, die das Netz jedes Jahr leicht verändern. Mehr als 200 Vogelarten wurden hier dokumentiert, darunter Arten, die in anderen europäischen Feuchtgebieten selten geworden sind.
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