Kubicki-Arkaden, Königlicher Stall unter dem Warschauer Schloss, Polen
Die Kubicki-Arkaden sind eine siebenbogige Backsteinstruktur, die sich über etwa 195 Meter an der Ostseite des Warschauer Schlosses erstreckt. Zwischen den Bogensegmenten befinden sich runde Fenster, die für Licht und Belüftung der ehemaligen Stallanlage sorgten.
Die Arkaden wurden zwischen 1818 und 1821 von Architekt Jakub Kubicki erbaut und dienten dem Königreich als Stallanlage. Nach dem Novemberaufstand von 1831 übernahmen russische Militärbehörden das Gebäude und nutzten es für ihre Zwecke.
Der renovierte Innenraum unterhalb des Schlosses wird heute für Ausstellungen, Theater und Konzerte genutzt und bietet den Besuchern einen lebendigen Treffpunkt. Die Arkaden sind Schauplatz verschiedener künstlerischer Veranstaltungen, die das ganze Jahr über stattfinden.
Rollsteige verbinden die Arkaden direkt mit dem Warschauer Schloss und ermöglichen Besuchern, problemlos zwischen beiden Strukturen zu wechseln. Bei der Erkundung empfiehlt es sich, längere Zeit einzuplanen, da der unterirdische Bereich viel zu erkunden bietet.
Die Arkaden überstanden die Bombenabwürfe des Zweiten Weltkriegs, die das Schloss zerstörten, und gehören zu den wenigen erhaltenen Strukturen aus der frühen Zeit des 19. Jahrhunderts. Diese Überlebensleistung macht sie zu einem seltenen Zeugnis für Warschaus Vergangenheit vor dem Krieg.
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