Johanneskathedrale, Gotische Kathedrale in der Altstadt, Warschau, Polen
Die St.-Johannes-Archkathedrale ist ein gotischer Dom aus rotem Backstein im Warschauer Stadtteil Śródmieście, der sich durch zwei schlanke Türme und spitzbogige Fenster auszeichnet. Das Innere zeigt Rippengewölbe und eine dreischiffige Anlage, die dem Masowischen Gotikstil entspricht, während mehrere Seitenkapellen entlang der Wände die räumliche Gliederung ergänzen.
Die Kirche wurde ursprünglich 1390 als kleineres Gotteshaus aus Holz errichtet und später durch einen Backsteinbau ersetzt. Im Jahr 1798 erhielt sie den Status einer Kathedrale, während die Erhebung zur Erzdiözese 1818 folgte, nachdem Warschau zur Hauptstadt aufstieg.
Der Innenraum wird von einer Reihe von Kapellen gesäumt, in denen Andachten und persönliche Gebete stattfinden, während die Krypta als nationale Ruhestätte für prominente Persönlichkeiten aus der polnischen Geschichte dient. Besucher beobachten oft Einheimische, die vor einzelnen Altären innehalten oder Kerzen anzünden, was die anhaltende Rolle des Gebäudes im religiösen Leben der Stadt zeigt.
Die Krypta kann von Montag bis Samstag zwischen 10 und 17 Uhr besichtigt werden, sonntags ist der Zugang auf die Stunden zwischen 15 und 17 Uhr begrenzt. Besucher sollten bedenken, dass während Gottesdiensten der Zugang zu bestimmten Bereichen eingeschränkt sein kann, insbesondere am Wochenende.
An der Außenwand sind Fragmente eines Borgward-Panzers aus dem Warschauer Aufstand angebracht, die als sichtbare Erinnerung an die Kämpfe von 1944 dienen. In der nahen Straße Kanonia hängt eine Glocke aus dem 17. Jahrhundert, die bei Passanten beliebt ist, weil sie nach lokalem Glauben Wünsche erfüllen kann.
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