Kłomino, Verlassenes Militärdorf in der Gemeinde Szczecinek, Polen
Kłomino ist eine verlassene Siedlung in Nordwestpolen, die sich auf einem ehemaligen Militärgelände mit verfallenden Gebäuden und leeren Straßen erstreckt. Der Ort besteht hauptsächlich aus Wohnblöcken, Kasernen und militärischer Infrastruktur, die aus der Zeit der sowjetischen Besatzung stammen.
Der Ort entwickelte sich aus Westfalenhof, einem deutschen Wehrmachwaffenlager mit etwa 60.000 Soldaten in den 1930er Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es eine sowjetische Militärbasis, die bis zum Abzug der russischen Streitkräfte 1993 betrieben wurde.
An den Wänden des früheren Kinos sind noch sowjetische Propagandamotive zu sehen, die an die lange Zeit der russischen Militärpräsenz bis 1993 erinnern. Diese Kunstwerke zeigen, wie die sowjetische Besatzung den Alltag und die visuelle Kultur des Ortes geprägt hat.
Der Ort verfügt über keine Grundversorgung, keinen öffentlichen Nahverkehr und keine Dienstleistungen, weshalb Besucher auf ein Auto angewiesen sind. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass sich dort nur noch eine Handvoll Bewohner aufhalten und der Zugang zu einigen Bereichen möglicherweise eingeschränkt ist.
Die polnische Regierung versuchte, das gesamte Dorf mit Platz für etwa 1.000 Familien zu verkaufen, fand aber keine Käufer für diesen ehemaligen Militärkomplex. Diese Verkaufsversuche unterstreichen die Herausforderung, verlassene Militärbasen einer neuen Nutzung zuzuführen.
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