Synagoge, Barocksynagoge in Łańcut, Polen
Die Synagoge von Łańcut ist ein barockes Gebäude, das einen Hauptsaal mit acht Tonnengewölben und einer zentralen Bima aufweist, die von vier großen Steinpfeilern mit bemaltem Putz gestützt wird. Der Bau zeigt typische Merkmale des barocken sakralen Stils mit durchdachter Raumorganisation und dekorativen Details.
Das Ziegelgebäude wurde 1761 mit Unterstützung des Fürsten Stanisław Lubomirski fertiggestellt und ersetzte eine frühere Holzstruktur, die 1733 abgebrannt war. Der Wiederaufbau war ein bedeutendes Unterfangen der Gemeinde, um ihren religiösen und sozialen Mittelpunkt wiederherzustellen.
Die Innenwände zeigen Nachbildungen von Gemälden aus dem 18. Jahrhundert mit jüdischen Motiven wie Noah und die Arche, Tierkreissymbolen und biblischen Instrumenten. Diese Bilder erzählen von den religiösen Traditionen und künstlerischen Ausdrucksformen, die in dieser jüdischen Gemeinde gepflegt wurden.
Das Gebäude befindet sich in der Straße Sobieskiego und funktioniert heute als Jüdisches Museum mit Ausstellungen zur regionalen jüdischen Geschichte. Besucher sollten mit begrenzten Öffnungszeiten rechnen und vorab Informationen zur aktuellen Verfügbarkeit einholen.
Das Gebäude gehört zu den wenigen erhaltenen Beispielen von Synagogen mit Gewölbedächern und einem Bima-Turm, die zwischen dem 16. und frühen 19. Jahrhundert erbaut wurden. Diese Architekturform war charakteristisch für die osteuropäische jüdische Baukultur dieser Zeit.
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