Werkbundsiedlung Breslau, Modellwohnanlage in Wrocław, Polen.
Das Werkstätten-Ausstellungsgelände ist eine Wohnsiedlung in Wrocław mit 32 Gebäuden und etwa 130 Wohnungen, die nach modernen Grundsätzen der 1920er Jahre entworfen wurden. Die Häuser zeigen charakteristische Merkmale wie flache Dächer, lange Fenster und durchdachte Raumaufteilungen.
Die Ausstellung wurde 1929 von der Deutschen Werkbund organisiert, um neue Lösungen für die Wohnungskrise in Industriestädten nach dem Ersten Weltkrieg zu zeigen. Sie entstanden in Deutschland und zogen später international Aufmerksamkeit auf sich als Modell für modernen Wohnungsbau.
Der Name "Werkstätten-Ausstellung" bezieht sich auf die Ausstellung neuer Wohnformen, die Handwerk und moderne Produktion verbindet. Die Bewohner konnten im Alltag erleben, wie innovative Räume und gemeinsame Einrichtungen das Leben gestalten.
Das Gelände kann zu Fuß erkundet werden, wobei man die verschiedenen Haustypen und ihre Architektur von außen sehen kann. Besucher sollten beachten, dass viele Gebäude private Wohnraum sind und nur die Außenfassaden zugänglich sind.
Das Gelände beherbergt das Studentenhaus Pancernik, ein Gemeinschaftsgebäude das zeigt, wie gemeinsame Räume den sozialen Austausch zwischen Bewohnern fördern sollten. Dieses experimentelle Wohnkonzept war damals revolutionär und wird heute noch von Architekten als Beispiel für integratives Wohnen betrachtet.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.