Horodło, Gemeindesitz von Gmina Horodło im Kreis Hrubieszów, Polen
Horodło ist ein Dorf im östlichen Polen, das im Lublin-Gebiet liegt und sich direkt am Bug nahe der ukrainischen Grenze befindet. Die Ortschaft erstreckt sich auf hügeligem Gelände mit Feldern und Wäldern in der Umgebung, und die Bebauung ist einfach und ländlich geprägt.
Horodło entwickelte sich im Mittelalter als befestigte Siedlung an einem strategischen Übergang über den Bug. Der Ort erlangte 1413 europäische Bedeutung, als hier der Unionsvertrag zwischen Polen und dem Großfürstentum Litauen unterzeichnet wurde.
In Horodło erinnert ein Denkmal an den Unionsvertrag von 1413, der hier zwischen Polen und Litauen geschlossen wurde. Wer durch den Ort geht, findet bescheidene Hinweistafeln, die auf dieses Ereignis aufmerksam machen, das heute kaum bekannt ist.
Das Dorf liegt an zwei Straßen, eine kommt aus dem Süden, die andere aus Richtung Chełm im Norden. Da es sich um eine ländliche Gegend handelt, empfiehlt sich ein eigenes Fahrzeug für die Anreise und für Ausflüge in die Umgebung.
Der Unionsvertrag von 1413 enthielt eine ungewöhnliche Klausel: Polnische Adelsfamilien übernahmen ihre Wappen an litauische Adlige, was eine symbolische Verwandtschaft zwischen den beiden Gemeinschaften schuf. Diese Praxis war in Europa sehr selten und machte den Vertrag von Horodło zu einem diplomatischen Sonderfall.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.