Potulice, Dorf in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen
Potulice ist ein Dorf in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern im nördlichen Zentralpolen, gelegen in der Gemeinde Nakło nad Notecią. Das Dorf besteht aus Wohnhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und offenen Feldern, die sich auf flachem Gelände in der Nähe der Noteć erstrecken.
Das Dorf gehörte lange Zeit dem Adelsgeschlecht Potulicki, das in dieser Region großen Einfluss hatte und den Ort maßgeblich prägte. Im späten 18. Jahrhundert fiel es im Zuge der polnischen Teilungen an Preußen und blieb bis 1918 unter preußischer und später deutscher Verwaltung.
Potulice ist mit einem alten Gut verbunden, dessen Gebäude noch heute im Ort stehen und an die einstige Bedeutung des Landadels in dieser Region erinnern. Wer durch das Dorf geht, kann die typische Struktur eines schlesischen Gutsdorfes erkennen, bei der Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude rund um ein zentrales Anwesen angeordnet sind.
Das flache Gelände rund um das Dorf macht es einfach, zu Fuß durch die Siedlung und die umliegenden Felder zu gehen. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit, auch wenn die wärmeren Monate die angenehmsten Bedingungen für einen Spaziergang in der freien Landschaft bieten.
Potulice war im Zweiten Weltkrieg der Standort eines deutschen Durchgangslagers, in dem polnische Kinder auf ihre Germanisierung getestet wurden. Kinder, die als nicht geeignet galten, wurden von ihren Familien getrennt und in andere Lager gebracht, was das Dorf zu einem Teil einer der dunkelsten Kapitel der Besatzungsgeschichte machte.
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