Brühlsches Palais, Rokoko-Palast in Warschau, Polen
Der Brühl-Palast war ein rechteckiger Bau mit zwei sechseckigen Türmen zur Gartenseite und Skulpturen am Hauptportal sowie auf dem Dach. Die Fassade verband klassische Elemente mit verspielten Rocaille-Ornamenten, die für den Rokokostil typisch waren.
Das Anwesen entstand zwischen 1639 und 1642 für den Großkanzler Jerzy Ossoliński und erfuhr später mehrere Umbauten unter neuen Besitzern. Im Jahr 1944 zerstörten deutsche Truppen den Bau während der Kämpfe in der Stadt.
Der Name stammt von Heinrich von Brühl, einem sächsischen Minister, der das Anwesen im 18. Jahrhundert besaß und erweiterte. Heute erinnern nur noch Fotografien und Stadtpläne an die Räume, in denen einst diplomatische Empfänge und königliche Gäste stattfanden.
Auf dem früheren Grundstück befindet sich heute eine andere Bebauung, sodass vom ursprünglichen Gebäude keine sichtbaren Überreste mehr existieren. Die Stadtverwaltung plant, den Palast in moderner Form mit Büro- und Hotelfunktion zu rekonstruieren.
Vier Königsstatuen standen in Nischen der Fassade, während auf der Spitze eine Figur der Minerva das Dach zierte. Diese Details verschwanden im Zweiten Weltkrieg und sind nur noch auf alten Aufnahmen sichtbar.
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