Turawa-Stausee, Stausee in Oberschlesien, Polen
Das Turawskie-Seengebiet ist ein Stausee in der Woiwodschaft Opole, der sich über ungefähr zwei Dutzend Quadratkilometer erstreckt und von Kiefernwäldern umgeben ist. Das Wasser erreicht an den tiefsten Stellen etwa ein Dutzend Meter und wird von zwei Zuflüssen gespeist, die im Bereich der Talsperre zusammenlaufen.
Die Errichtung der Talsperre begann Mitte der dreißiger Jahre und endete kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, wobei mehrere Dörfer überflutet wurden. Die Bewohner der geräumten Ortschaften zogen in die umliegenden Gemeinden, wo teilweise neue Siedlungen angelegt wurden.
Auf beiden Seiten des Gewässers entstanden Siedlungen mit Ferienhäusern und Bootsstegen, die über Waldwege miteinander verbunden sind. Am Wochenende ziehen Angler mit ihren Klappstühlen ans Ufer, während Segler bei gutem Wind ihre Routen über das offene Wasser planen.
Der Stausee reguliert den Wasserstand flussabwärts und erzeugt mit einer kleinen Turbine etwas Strom aus dem Durchfluss der beiden Flüsschen. Ein Rundweg um das Gewässer führt durch Waldabschnitte und entlang offener Uferstrecken, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut erkunden lassen.
Beim Bau der Anlage gruben Arbeiter Kies an mehreren Stellen aus, wodurch nach der Flutung zwei kleinere Seen neben dem Hauptbecken entstanden. Diese Nebenseen heißen heute Średnie und Małe und liegen etwas abseits der Hauptuferlinie.
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